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13 | 2023
Roger Caillois

Roger Caillois

Das Denken Roger Caillois' (1913–1978) kreist besonders in seinen Arbeiten der 60er und 70er Jahre um die Auflösung von Grenzen – der akademischen Fachrichtungen, aber auch der Subjekt-Objekt-Dichotomien, der Zeit-Raum-Konfigurationen sowie von »West« und  »Ost«. Für eine Zeitschrift, die wie Regards croisés stark interdisziplinär sowie kulturübergreifend und zweisprachig ausgerichtet ist, liegt es daher nahe, dem Denker der  »Diagonalen Wissenschaften« ein eigenes Dossier zu widmen. 

Im deutschen Sprachraum ist Caillois‘ Werk immer noch wenig bekannt (zumindest im Vergleich etwa zu seinem Institutskollegen am Collège de Sociologie, George Bataille). Allerdings wurden mit Méduse et Cie (1960), La Dissymétrie (1973) und Le Fleuve Alphée (1978) gleich drei wichtige Texte des genannten Zeitraums in jüngerer Zeit, zwischen 2007 und 2016, übersetzt; außerdem wurden in den letzten zwei Jahren substanzielle deutschsprachige Forschungsarbeiten vorgelegt. Das Interesse verlagert sich dabei von Caillois als Theoretiker des Spiels zum Denker eines neuen Naturalismus, Mimetismus und des wissenschaftlichen Imaginativen.

In diesem Sinn zielt das Dossier der 13. Ausgabe von Regards croisés mit seinen fünf deutsch-französischen originalen, unveröffentlichten Beiträgen, unter anderem aus den Bereichen Soziologie und Ästhetik, auf eine präzise Ortsbestimmung von Caillois' Denken sowohl im Spanungsfeld aktueller philosophischer, geosoziologischer und literatur- und kulturwissenschaftlicher.

Anmerkungen der Redaktion

https://0-doi-org.catalogue.libraries.london.ac.uk/10.57732/rc.2023.1 

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