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Percussions Antiques. Organologie – Perceptions – Polyvalence
Percussions et sons percussifs comme enjeux rhétoriques et littéraires

Rasseln für die Ewigkeit: Die ältesten Perkussionsinstrumente im pharaonischen Ägypten

Rattles for eternity: The earliest percussion instruments in Ancient Egypt
Heidi Köpp-Junk
p. 171-190

Résumés

Un grand nombre d’idiophones et de membranophones ont survécu en Égypte jusqu’à la fin du Nouvel Empire mais leurs premiers représentants les précèdent d’environ 2000 ans. Cette étude analyse quels idiophones et quels membranophones spécifiques à l’Égypte sont suffisamment documentés et la date de leur apparition. Les différentes datations proposées dans des publications plus anciennes sont amenées à être révisées au regard des dernières trouvailles. Ainsi l’enquête montre que les hochets sont attestés au Ve millénaire av. J.-C., les claquoirs mille ans plus tard au IVe millénaire av. J.-C. et le daraboukah à nouveau mile ans plus tard au IIIe millénaire av. J.-C. Environ 160 ans plus tard, le premier tambour sur cadre apparaît et environ 150 ans plus tard, vers 2300 av. J.-C. c’est le menat qui est attesté, au même moment que les indices à propos du sistre se font plus importants. Nous analyserons également l’interaction entre idiophones et membranophones.

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Texte intégral

1. Quellen

  • 1 Aufgrund der Diversität der Quellen ist ihre Aussagekraft sehr unterschiedlich. Bedingt durch die (...)

1Für die folgende Untersuchung wurden Text- und Bildquellen sowie archäologische Belege vom ersten Auftreten von Instrumenten im 5. Jt. v. Chr. bis zum Ende des Neuen Reiches um 1070 v. Chr. herangezogen1. Es handelt sich dabei in erster Linie um Darstellungen in Relief oder Malerei bzw. Statuetten sowie die Musikinstrumente selbst, während Texte, die auf die Instrumente Bezug nehmen, lediglich ergänzend herangezogen wurden.

  • 2 Rassel aus Merimde, Ägyptisches Museum Kairo, CG 69721; Köpp-Junk, 2018a, S. 106-107, Abb. 51 und (...)
  • 3 Aus quellenkritischer Sicht sei bemerkt, dass es sich bei den Wiedergaben von Musikszenen in Gräbe (...)
  • 4 Der älteste Beleg für Gesang ist bereits in der 1. Dynastie um 2850 v. Chr. zu verorten (Stele des (...)
  • 5 Siehe z.B. eine Textstelle über Nofretete (Davies, 1908, S. 28 f., Taf. 25). Pars pro toto für zah (...)

2Die ältesten Instrumente Ägyptens datieren in das 5. Jahrtausend2 und sind in den Anfängen archäologischer und bildlicher Natur3, Textquellen treten erst in der Mitte des 3. Jahrtausends hinzu4. Bei den Fundorten der Instrumente selbst handelt es sich um Siedlungen, Gräber und Tempel, Abbildungen finden sich in Gräbern und Tempeln sowie auf Papyri und Ostraka. Die Textstellen, die auf Instrumente Bezug nehmen, sind an Tempel- und Grabwänden angebracht bzw. auf Papyri und Ostraka. Es sind keine musiktheoretischen Texte wie aus späterer Zeit von griechischen Autoren aus dem pharaonischen Ägypten bekannt. Die Musikinstrumente stehen in den Texten inhaltlich nicht im Vordergrund, sondern werden en passant erwähnt wie im Papyrus Westcar bzw. es wird deren Verwendung im Rahmen des Kultes thematisiert wie im Neuen Reich5. Typisch sind dabei performative Sprechhandlungen.

  • 6 Siehe diese bei Köpp-Junk, 2018a.

3Das Folgende ist als Übersicht zu verstehen, nicht als Aufzählung aller Belege6, da dies den vorliegenden Rahmen sprengte. Um auch nicht-Ägyptologen einen bequemen Zugriff auf die Quellen zu ermöglichen, wird u.a. auf Datenbanken von Museen Bezug genommen.

  • 7 Siehe z.B. bei Hickmann, 1970, S. 160 den Hinweis „Urbestand“. Ferner geht er für die Vorgeschicht (...)
  • 8 Siehe z.B. Arroyo, 2003, weshalb in dieser Untersuchung im Weiteren nicht auf ihn eingegangen wird (...)
  • 9 Ausführlich siehe Köpp-Junk, 2018a, passim.

4Ziel der Untersuchung war es, für Membranophone und Idiophone nach derzeitigem Forschungsstand die frühesten Belege zu eruieren, sowie die für ihr Zusammenspiel, was bisher wie im vorliegenden Rahmen noch nicht thematisiert wurde. Das erstere geschah zwar bereits in früheren Untersuchungen wie insbesondere in den in vielerlei Hinsicht immer noch maßgeblichenen von Hans Hickmann, die jedoch inzwischen mehr als 60 Jahre zurückliegen und logischerweise auf den damaligen Stand der Forschung wie auch der Art, Wissenschaft zu betreiben, basierten7, was eine Neubetrachtung durchaus statthaft erscheinen lässt. Spätere Publikationen nahmen und nehmen mitunter unreflektiert und ohne neue Forschungsarbeit heute noch auf ihn Bezug8. Leider wird sowohl in älteren wie auch in jüngeren Veröffentlichungen zuweilen darauf verzichtet, die Primärquellen anzugeben, also die Artefakte, die die vermeintlich frühesten Belege bilden. Die vorliegende Untersuchung bezieht sich auf konkrete Fakten und schließt die inzwischen neuen Funde und Erkenntnisse mit ein, ferner bedurften einige der Altfunde einer neuen, unter modernen archäologischen Gesichtspunkten gestützten Betrachtung. Das Folgende beruht auf einer dezidierten, eingehenden Analyse der frühesten Quellen für Idiophone und Membranophone durch die Verfasserin, beginnend mit dem Auftreten der ersten Instrumente im 5. Jt. v. Chr.9.

2. Membranophone

  • 10 Eine ausführliche Auflistung der frühesten Membranophone in Ägypten siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 160 (...)

5In der Gruppe der Membranophone10 sind in Ägypten hauptsächlich Fass- und Röhren- sowie runde und rechteckige Rahmentrommeln vertreten, während Daraboukahs ebenso wie Gefäßtrommeln bis zum Ende des Neuen Reiches keine typisch in Ägypten genutzten Instrumente waren.

  • 11 Hickmann, 1970, S. 160.
  • 12 Hickmann, 1964, S. 173.
  • 13 Hickmann, 1949, Taf 73-74.

6Hickmann rechnete die ältesten Gefäßtrommeln der „Thinitenzeit“ zu, Röhrentrommeln dem Mittleren Reich, Bronze-, runde, rechteckige Rahmen-11 und Fasstrommeln12 dem Neuen Reich. Das erstere wird unten thematisiert und während für die Datierung der Fass-, Röhren- und rechteckigen Rahmentrommel zu bestätigen ist, sind runde Rahmentrommeln früher belegt. Bei der Bronzetrommel13 handelt es sich um ein Unikat, sie fällt unter die Fasstrommeln.

2.1. Kessel- bzw. Gefäßtrommel, Daraboukah

  • 14 Heluan, Inv.-Nr. 701 H 3; Hickmann, 1956b, S. 77, Taf. 4, 1; ders., 1970, S. 160.
  • 15 Zu einer vermeintlichen Kesseltrommel aus der 18. Dynastie siehe Sachs, 1921, S. 40.
  • 16 Hickmann, 1956a, S. 155.
  • 17 Grab von Kaichenet und Ifi in Hemamieh; Mackay et al., 1929, Taf. 21.
  • 18 Oriental Institute Chicago, Inv.-Nr. E 10636; Smith, 1978, Taf. 27.
  • 19 Hickmann, 1956b, S. 78.
  • 20 Ausführlich siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 163-166.
  • 21 Bietak, 1985, S. 3-18, Abb. 4, Taf. 3.
  • 22 Bietak, 1985, S. 10.
  • 23 TT 49, 18. Dynastie; Hickmann, 1952, S. 230; Manniche, 1975, S. 9-10.

7Nicht immer ist die Identifizierung der Instrumente in den Bilddarstellungen zweifelsfrei möglich. Während runde Rahmentrommeln eindeutiger erkennbar sind, besteht bei den anderen Formen in verschiedenen Szenen ein großer Spielraum. Ähnlich ist es auch bei Objekten, die vermeintlich als Instrumente zu identifizieren sind. So sieht Hickmann ein Steingefäß mit Randbohrungen aus der Frühzeit als Wiedergabe einer einfelligen Kessel- bzw. Gefäßtrommeltrommel an14. Allerdings weist das Objekt keine Reste von Schnüren oder einer Membran auf, ferner ist auch später dieser Trommeltyp in Ägypten nicht gängig15. Somit ist die Identifizierung als Kessel- bzw. Gefäßtrommel nicht eindeutig möglich. Auch seine Annahme, die früheste Trommel Ägyptens wäre unter Niuserre in der 5. Dynastie anzusetzen16, ist zu korrigieren, ist doch bereits eine in der 4. Dynastie während der Regierungszeit des Cheops (ca. 2620 bis 2580 v. Chr.) in einer Bootsszene wiedergegeben17. Allerdings ist das Membranophon, das in dieser Darstellung zwischen Knie und Arm gehalten wird, nicht eindeutig zu identifizieren, es könnte sich z.B. um eine runde Rahmentrommel oder um eine einfellige Daraboukah handeln, deren Membran nach vorn zeigt. Zeitnah aus der 5. Dynastie ist eine Statuette eines Trommelspielers18 überliefert, dessen Instrument von Hickmann als Gefäßtrommel gedeutet wird19. Allerdings wird das Instrument offenbar von oben gespielt und nicht seitlich wie in der eben erwähnten Bootsszene aus der 4. Dynastie, so dass es sich nicht um den gleichen Instrumententyp handeln kann. Theoretisch wäre es möglich, dass es sich um eine von einer Seite gespielten Röhrentrommel handelt, doch ist dieses Instrument in dieser Periode in Ägypten noch nicht belegt, sie treten erst im Mittleren Reich, versehen mit zwei Membranen, auf. Versuche der Verfasserin mit Nachbauten einer runden Rahmentrommel und einer Daraboukah zeigen, dass es sich, zieht man nur diese beiden Varianten heran, aufgrund der in der Szene wiedergegebenen Spielhaltung um eine Daraboukah handelt. Doch auch diese sind aus ägyptischem Zusammenhang später nicht eindeutig überliefert20. Freilich werden drei Objekte in Tell el-Daba zutage gekommene Keramikobjekte als Daraboukahs angesprochen21, doch waren dort keine Ägypter, sondern Hyksos ansässig. Ferner werden mitunter Objekte aus Harargeh und Lahun als Daraboukahs angesehen22, doch ist diese Zuweisung nicht zu verifizieren: Zwar wiesen die Objekte Schlitze auf, doch waren keine Lederreste oder Schnüre nachweisbar, so dass eine Identifizierung als Daraboukah nicht zweifelsfrei möglich ist. Ebenfalls nicht eindeutig als Daraboukah anzusprechen ist ein Objekt in einer Musikszene im Grab des Neferhotep23, dessen Wiedergabe nicht vollständig erhalten ist.

2.2. Runde und rechteckige Rahmentrommel

  • 24 Hickmann, 1961, S. 38.
  • 25 Sakkara, 5. Dynastie (Neferirkare bis Niuserre); Fischer, 2002, S. 36, Abb. 5; Épron et al., 1966, (...)
  • 26 Von Bissing et al., 1928, Taf. 3, Nr. 118.
  • 27 Inv.-Nr. EA20865, 18. Dynastie, Anderson, 1976, S. 3, Abb. 2.
  • 28 TT 217; Davies, 1927, Taf. 31, 37-38.
  • 29 Ashmolean Museum Oxford, Inv.-Nr. 1890.543; Manniche, 1991, Abb. 12. Zwei weitere aus jüngerer Zei (...)

8Hickmann nahm das erste Auftreten der runden Rahmentrommeln für die 18. Dynastie an24, doch sind sie stattdessen erstmalig in der 5. Dynastie dokumentiert. Eine Darstellung befindet sich im Grab des Ti25, eine im Sonnenheiligtum des Niuserre26 (2455 bis 2420 v. Chr.). Dann folgt jedoch ein Hiatus bis zur 18. Dynastie, so existiert z.B. eine Statuette des Gottes Bes mit einer runden Rahmentrommel aus dieser Zeit im British Museum London27. Im Grab des Ipuy aus der 18. Dynastie ist der gleiche Gott mit dem Instrument wiedergegeben28. Aus dem Neuen Reich sind zwei Bespannungen erhalten29. Von da an ist das Instrument bis in griechisch-römische Zeit zu verfolgen. Insgesamt übersteigt die Zahl der Abbildungen deutlich die der überlieferten Instrumente.

  • 30 Hickmann, 1970, S. 160.
  • 31 Malerei im Grab des Wah, TT 22, 18. Dynastie; Fischer, 2011, Abb. 52; PM I, S. 37-38, siehe auch T (...)
  • 32 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. 17337, 18. Dynastie; Schorsch, 2015, S. 57 (...)
  • 33 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69355; Hickmann, 1949, Taf. 79.
  • 34 Schorsch geht davon aus, dass einige Modelle bzw. Amulette als Wiedergaben rechteckiger Rahmentrom (...)

9Die ältesten Belege für die rechteckige Rahmentrommel sind, wie schon Hickmann bemerkte30, in der 18. Dynastie zu verorten, und beschränken sich weitestgehend auf diese Periode (1550-1292 v. Chr.). Sie erscheinen seit der Regierungszeit von Thutmosis III. z.B. in Grabdarstellungen31 oder als Dekor von Salblöffeln32, doch auch ein Instrument, niedergelegt am Grab der Hatnefer in Theben, ist erhalten33. Nur wenige Belege sind möglicherweise später zu datieren34. Insgesamt ist die Anzahl geringer als für die runde Rahmentrommel.

2.3. Fass- bzw. Röhrentrommel

  • 35 Manniche, 1975, S. 6 subsumiert beides unter barrel shaped drum.
  • 36 Hickmann, 1964, S. 173.
  • 37 Oriental Institute Chicago, Inv.-Nr. E 10636; Smith, 1978, Taf. 27.
  • 38 Hickmann, 1956b, S.78.

10Die Bezeichnungen Fass- und Röhrentrommeln werden mitunter nicht korrekt oder gar nicht unterschieden35. Im Grab des Ti aus der 5. Dynastie zeigt eine Szene eine Person, die eine runde Rahmentrommel vor der Brust und ggf. eine Röhren- oder Gefäßtrommel auf der Schulter trägt36. Eine ähnliche Trommel aus der gleichen Zeit erscheint bei einer Statuette aus dem Grab des Nikauinpu in Giza aus der 5. Dynastie37, nach Hickmann handelt es sich um eine Gefäßtrommel38. Die Tatsache, dass das Objekt von oben gespielt wird, nicht aber wie die späteren ägyptischen Röhrentrommeln von der Seite, unterstützt die These, dass es sich nicht um eine Röhrentrommel handelt, doch könnte es auch eine Art Daraboukah ohne Einschnürung sein.

  • 39 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69354 (Palmenholz, Leder); Garstang, 1907, S. 121, 155, Abb. 155; Hic (...)
  • 40 Stele des Em-Hab, Elkab; Ägyptisches Museum Kairo, JE 49566; Morenz, 2005, S. 169-180, Abb. 1. Erm (...)
  • 41 Fasstrommeln spielende Nubier im Tempel von Armant (Emerit, 2013, Abb. 10), zu weiteren wie dem So (...)
  • 42 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69350, 18. Dynastie, Regierungszeit Thutmosis III.; Manniche, 1975, 5 (...)
  • 43 Darstellung im Tempel der Hatschepsut in Deir e-Bahari (Naville, 1908, Taf. 155).

11Archäologisch erscheinen Röhrentrommeln als Instrument erstmalig im Mittleren Reich wie die aus Grab Nr. 183 in Beni Hasan39, wovon auch Hickmann ausging, ältere sind bis heute nicht eindeutig nachweisbar. Erst im Neuen Reich verdichten sich die Belege. Ein früher schriftlicher Beleg für das auf altägyptisch gebräuchliche Wort qmqm erscheint in der 17. Dynastie40, doch lässt die Bezeichnung keine Unterscheidung in Fass- bzw. Röhrentrommel zu. Fasstrommeln sind in Darstellungen41 und in Form von Instrumenten42 seit der Regierungszeit der Hatschepsut43 im Neuen Reich bis in griechisch-römische Zeit belegt.

  • 44 Als vermeintliche Trommelschlägel angesprochene Objekte (Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. N 1478a, N (...)

12Den Bildbelegen zufolge wurden die Membranophone in Ägypten nicht mit einem Schlägel gespielt, sondern stets mit den Händen, auch Textbelege für die Verwendung von Schlägeln fehlen44.

3. Idiophone

  • 45 Ausführliche Auflistung aller Belege bis zum Ende der 4. Dynastie siehe Köpp-Junk, 2018a, 26-160.
  • 46 Allein in einer Szene identifiziert Hickmann Instrumente, die von einer Frau in einer Szene aus de (...)
  • 47 Museum of Fine Art Boston, Inv.-Nr. 11.3074, https://collections.mfa.org/objects/139918/bell?ctx=5 (...)
  • 48 Ausführlich siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 154-158.

13Idiophone bilden unter allen Instrumenten Ägyptens die ältesten45 und sind in Form von Klappern, Sistren, Menit, Rasseln, Glöckchen und Zimbeln dokumentiert. Zimbeln46 und Glöckchen47 sind in großer Zahl seit der Spätzeit und insbesondere in griechisch-römischer Zeit vertreten, weshalb sie hier nicht weiter diskutiert werden. Schraper sind kaum nachweisbar und daher nicht als typisch ägyptisches Instrument anzusehen48.

  • 49 Hickmann, 1970, S. 160.

14Für die Vorgeschichte nannte Hickmann folgende musikalische Aktivitäten und Idiophone: „Körperschlag, Rasselbehänge, Tanzschmuck (Urbestand). Gerade gewinkelte und bumerangförmige Klappern. Eiförmige Rasseln (Merimde). Tonrasseln und -schellen, mit Aufhängevorrichtung (Negada I (sic!)). Primitive Sistren“49. Für die „Thinitenzeit“ (1.-2. Dynastie) propagiert er gebogene Elfenbeinklappern, für die auch bis heute keine früheren Belege zu eruieren waren.

  • 50 Ashmolean Museum Oxford, Inv.-Nr. E 3632; Quibell, Hierakonpolis I, Taf. 26c. Ausführlich zu Klats (...)
  • 51 Hickmann sieht sie auch unter den frühesten Ägyptens (Hickmann, 1970, S. 160), allerdings handelt (...)
  • 52 Hickmann, 1961, S. 104, Abb. 69.

15Für Körperschlag in dieser Zeit liegen keine Belege vor, den frühesten für Klatschen zur Vorgabe von Rhythmus bildet eine Szene auf der Prunkkeule des Herrschers Skorpion II. aus der Dynastie 0 (3100-3000 v. Chr.) aus Hierakonpolis50. Schnurrasseln, die wohl mit „Rasselbehänge, Tanzschmuck“ gemeint waren, entziehen sich eines konkreten Nachweises51. Auf die bumerangförigen und gewinkelten Klappern wird unten eingegangen, ebenso auf die Rasseln. Die von Hickmann als Schellen interpretierten Objekte an den Hälsen von Giraffen aus prädynastischer Zeit52 sind nicht als solche zu identifizieren und Sistren sind, wie unten ausgeführt wird, erst weitaus später belegt.

3.1. Rassel

  • 53 Datierung nach Pommerening et al., 2010, S. 23; Eiwanger, 1992, S. 65.
  • 54 Ausführlich zu allen 61 Belegen siehe Köpp-Junk 2018a, S. 101-136.
  • 55 Die für das Alte Reich von Arroyo propagierten Rasseln (Arroyo, 2003, S. 221-222) sind nicht zu da (...)
  • 56 Siehe z.B. Brooklyn Museum, Inv.-Nr. 59.186, https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/objects (...)
  • 57 Sammlung des Ägyptologischen Institutes der Universität Heidelberg, Inv.-Nr. 1935; Feucht, 1986, S (...)

16Rasseln sind geschlossene Objekte aus Ton oder vegetabilem Material mit geräuscherzeugenden Elementen darin. Hickmann Annahme, die früheste Rassel Ägyptens stamme aus der Siedlung Merimde, konnte durch die vorliegende Forschungsarbeit bestätigt werden. Sie ist in die jüngere Merimde-Kultur (4600-4100 v. Chr.) zu datieren und eiförmig53, weitere wie solche mit Aufhängevorrichtung schließen sich bis zur 2. Dynastie (ca. 2680 v. Chr.) an, die im Rahmen der Untersuchung, die diesem Artikel vorausging, von den ersten Instrumenten bis zum Ende der 4. Dynastie zusammengestellt und analysiert wurden54. Es ergab sich, dass nach der 2. Dynastie ein Hiatus von der 3.-11. Dynastie55 zu beobachten ist, so dass Rasseln erst im Mittleren Reich wieder belegt sind56 und sich dann bis in byzantinische Zeit fortsetzen57. Auffällig ist die Tatsache, dass Rasseln ausschließlich als Instrumente belegt sind, nicht jedoch in bildlichen Darstellungen.

3.2. Klapper

  • 58 Sachs hinterfragt, ob diese tatsächlich als Instrumente nutzbar waren (Sachs, 1921, S. 17).
  • 59 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69206, CG 69457, 69250; Hickmann, 1961, S. 102, Abb. 63-64.

17Klappern sind in pharaonischer Zeit als Instrumente und in Darstellungen überliefert sowie in Texten erwähnt. Sie weisen zoomorphes oder auch anthropomorphes Dekor auf, sind als Hände geformt58, mit dem Konterfei der Göttin Hathor verziert, oder in Form von Stabklappern belegt. Gefertigt sind sie aus Elfenbein bzw. aus Holz59.

  • 60 Hickmann, 1958, Sp. 980; Brunton et al., 1928, S. 14-15, 32, Taf. 23, 25.
  • 61 Hickmann, 1958, Sp. 980. Zu Wurfhölzern als Klappern siehe auch Hickmann, 1956a, S. 143-144, Abb. (...)
  • 62 Maadi, Inv.-Nr. 8202; Rizkana et al., 1989, S. 25, 31, Nr. 12, Taf. 5, 12.
  • 63 Köpp-Junk, 2018a, S. 68.

18Hinsichtlich der frühesten Belege ging Hickmann von der Badari-Kultur aus (4500-4000 v. Chr.)60, doch ist bei den Objekten, auf die er sich bezieht, unklar ist, ob es sich um Wurfhölzer oder Klappern handelt. Hickmann spricht sie als Klappern an61, doch letztendlich ist die primäre Verwendung nicht eindeutig feststellbar. Auch Wurfhölzer können zum Aufeinanderschlagen verwendet werden, sei es, um z.B. Vögel aufzuscheuchen, oder als Rhythmusgerät, um die erfolgreiche Jagd mit Tanz zu feiern. Eine eindeutige Zuweisung als Musikinstrument ist somit nicht möglich. Gleiches gilt für ein Wurfholz aus der prädynastischen Siedlung Maadi62 bzw. den Darstellungen auf der Jägerpalette63.

  • 64 Eine ausführliche Auflistung aller Belege bis zum Ende der 4. Dynastie (ca. 40 als Instrument, übe (...)
  • 65 Drei Klappern aus Helwan (Ägyptisches Museum Kairo CG CG 69460a-b, 69461) werden in die Frühzeit b (...)
  • 66 Mackay et al., 1929, S. 31-33, Taf. 16, 24:
  • 67 Hassan, 1932, S. 89, Taf. 45; Hassan, 1936, Taf. 28.
  • 68 Grab Nr. 10,008; British Museum London, Inv.-Nr. EA 63114; Anderson, 1976, S. 10, Abb. 13.
  • 69 Friedhof Y, Grab Nr. 318, 6.-7. Dynastie; Petrie Museum London, Inv.-Nr. UC 30349.
  • 70 Aus Mirgissa; Institut de Papyrologie et d'Égyptologie de Lille, Inv.-Nr. E 25 652, Cabrol, 1994, (...)
  • 71 Museo Arqueológico Nacional Madrid, Inv.-Nr. 16305, http://www.globalegyptianmuseum.org/record.asp (...)
  • 72 British Museum London, Inv.-Nr. EA 30866; Anderson, 1976, S. 17, Abb. 24.
  • 73 Ägyptisches Museum Kairo, JE 62064a, b; Reeves, 1990, S. 164-165. Zu allen Instrumenten siehe Mann (...)
  • 74 Museum of Fine Arts Boston, Inv.-Nr. 24.1986a-c, https://collections.mfa.org/objects/402555/clappe (...)
  • 75 Inv.-Nr. 49.58.1-2, siehe https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/objects/3538, letzter Zugr (...)
  • 76 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. 10725; Sachs, 1921, Taf. 1.
  • 77 Köpp-Junk, 2018a, S. 97-99.

19Die ältesten eindeutigen Belege bestehen in Malereien auf Gefäßen des 4. Jt. v. Chr., erst später, i.e. um 3000 v. Chr., sind Klappern in Form von Instrumenten dokumentiert64. In dreidimensionaler Form sind diverse aus der Frühzeit bzw. dem Anfang des Alten Reiches erhalten65. In der 3. und 4. Dynastie finden sich keine Klappern in Form von Instrumenten, in der 4. Dynastie jedoch Wiedergaben von Klappern66, aus der 5. Dynastie sind wiederum Instrumente aus Giza dokumentiert67. Eine Klapper aus Mostagedda ist in der 6. Dynastie anzusetzen68, eine aus Diospolis Parva in der 6.-7. Dynastie69. Ein Paar aus dem Mittleren Reich befindet sich in Lille70, eine Klapper in Madrid71, eine aus der 2. Zwischenzeit in London72. Aus dem Neuen Reich wurde ein Paar Elfenbeinklappern im Grab Tutanchamuns in Theben gefunden73, ein weiteres in Semna74. Ein Paar aus der 18.-19. Dynastie befindet sich heute im Brooklyn Museum75, eine einzelne aus der Ramessidenzeit in Berlin76. Noch bis in byzantinische Zeit wurden Klappern benutzt, wie aus Bilddarstellungen und Instrumenten hervorgeht77.

20Im Vergleich zu anderen Instrumenten sind Klappern neben Sistren78 verhältnismäßig oft überliefert, allein aus den Altgrabungen in Helwan stammen über 24 Exemplare79. Insgesamt übersteigt die Zahl der Instrumente die der Darstellungen von Klappern.

3.3. Sistrum

  • 80 Köpp-Junk, 2018a, S. 139-141, Abb. 69.
  • 81 Brooklyn Museum, Inv.-Nr. 16.143; Sachs, 1921, Taf. 4, 51.
  • 82 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. 6940; Sachs, 1921, S. 35, Taf. 4, 56. Mitu (...)

21Sistren sind in verschiedenen Varianten nachzuweisen, so sind neben Bügel- oder Bogensistren auch Naossistren belegt, während das Gabelsistrum äußerst selten ist80. Hergestellt sind sie aus Fayence bzw. Metall, seltener aus Holz81, singulär ist eines aus Papyrus82.

  • 83 Grundsätzlich sin auch diese und ähnliche Szenen religiös aufgeladen, siehe dazu Köpp-Junk 2018a, (...)
  • 84 Köpp-Junk, Göttliche Klänge.

22Versuche mit einem Nachbau eines alt­ägyptischen Bogensistrums aus Metall durch die Verfasserin zeigen, dass die Instrumente statt klar definierter Töne ein Geräusch in Form eines Raschelns erzeugen, das leiser als erwartet ist, wird das Instrument doch zur Kontaktaufnahme mit den Göttern präferiert. In diesem Zusammenhang sei festgehalten, dass das Sistrum zuerst in Unterhaltungssituationen auftritt83, während es seit dem Neuen Reich neben dem Menit das zumeist genutzte Instrument war, um mit den Göttern zu kommunizieren, was in der Prädynastik noch mit Klappern erfolgte84, so dass eine offenbare Änderung der Konnotation von den frühesten Belegen zum Neuen Reich hin vorliegt.

  • 85 Sinuhe, B 68, B 268-269.
  • 86 Papyrus Westcar 10, 3-5.
  • 87 Lehre des Amenemope III, 6; Lichheim, 2006, S. 149.
  • 88 Coffin Texts (CT) Spruch 334 und 746; Rossiter, 1984, S. 13, 22, 27, 28, 36, 38-39, 41, 61, 62, 70 (...)

23Sistren sind als Instrument, in Darstellungen und Texten überliefert, so finden sie im Literaturwerk „Die Geschichte des Sinuhe“85, im Papyrus Westcar86, im Weisheitstext „Die Lehre des Amenemope“87 sowie in den Sargtexten88 Erwähnung.

  • 89 Hickmann, 1956a, S. 154; ders., 1970, S. 160.
  • 90 Hickmann, 1956a, S. 19-21, 154; Saura-Ziegelmeyer, 2013, S. 391; Saura-Ziegelmeyer, 2015, S. 218.
  • 91 Elwart, 2011, S. 40, in Bezug auf das Naossistrum.
  • 92 Sachs, 1929, S. 148.
  • 93 Sachs, 1920, S. 3.

24In Bezug auf das erste Auftreten des Sistrums in Ägypten werden verschiedene Zeitansätze diskutiert, die sich vom Neolithikum89 und der Prädynastik90 über das Alte Reich91 bzw. die 6. Dynastie92 bis in das Mittlere Reich93 erstrecken. Die Analyse der frühesten Belege zeigt jedoch, dass die Anzahl der Belege definitiv in der 6. Dynastie zunimmt.

  • 94 Kunsthistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. AS 8028; Satzinger, 1994, S. 108, Abb. 74.
  • 95 Arnold, 1999, S. 303; PM III, 217; Schuol, 2004, S. 80, Taf. 21, Abb. 57.1; The Giza Archives, htt (...)

25Eine möglicherweise früher zu datierende Grabdarstellung, in der Sistren wiedergegeben sind, entzieht sich leider einer konkreten zeitlichen Zuweisung. Es handelt sich dabei um eine Szene aus dem Grab des Nunetjer94 in Giza, das sowohl in der 4., 5. oder 6. Dynastie verortet wird95. Ist der erste bzw. zweite Datierungsansatz zutreffend, so wäre dies der früheste Beleg für die Darstellung von Sistren. Die betreffende Szene zeigt 3 klatschende Personen sowie 5 Tänzerinnen mit Gabelsistren, die in der anderen Hand je eine Klapper halten

26Ebenfalls nicht eindeutig datierbar ist ein Elfenbeinfragment eines Sistrums in Form einer stehenden Sphinx aus dem Satet-Tempel auf Elephantine, bei man ebenfalls von der 4.-6. Dynastie ausgeht96. Dieses wäre, so denn die 4. oder 5. Dynastie zuträfe, das älteste überlieferte Instrument. Konkreter und auch zahlreicher werden die Belege in der 6. Dynastie, stammt doch aus dieser Zeit ein Naossistrum aus Travertin aus der Zeit des Königs Teti97 sowie ein hölzerner Sistrengriff aus Assiut98. Die Grabstele der Hetepsi aus der 6.-8. Dynastie zeigt ein Sistrum99, weitere Bildbelege sind in Sakkara und Theben dokumentiert100.

27Damit sind Sistren spätestens seit der 6. Dynastie eindeutig in Ägypten belegt. Sie erscheinen in bildlicher Form sowie als Instrument bzw. Modell101 bis in griechisch-römische Zeit.

28Oftmals sind Frauen mit Sistren wiedergegeben wie z.B. im Grab des Userhat aus der 19. Dynastie vor Osiris102. Mehrfach spielen die Frauen des Königshauses dieses Instrument, so erscheinen Töchter Echnatons mit einem Sistrums103 wie auch die Königinnen Nofretete104 und Anchesenamun105. Doch auch Männer sind mit Sistrum wiedergegeben, wie Ramses III. in seinem Totentempel106. Innerhalb der Gruppe der Idiophone sind Sistren neben den Klappern am häufigsten belegt.

3.4. Menit

  • 107 Das Menit wird z.B. in der Totenliteratur genannt, siehe Rossiter, 1984, S. 27, 62, 94 und passim, (...)
  • 108 Hassan, 1943, S. 170, 172, Abb. 119.
  • 109 Staehelin, 1982, S. 52. Zur Frage, ob das Menit als Musikinstrument zu werten ist, siehe Hickmann, (...)
  • 110 Sachs, 1921, S. 38.

29Das Menit ist in Ägypten als Darstellung, Instrument und in Texten107 nachzuseisen. Hassan ging davon aus, dass das früheste in der 4. Dynastie108 zu verorten ist, Staehelin von der 6.109, Sachs hingegen von der 12.110. Somit sollen im Folgenden die frühesten Belege diskutiert werden, um diese Datierung zu verifizieren oder zu falsifizieren.

  • 111 Hassan, 1943, S. 170, 172, Abb. 119.

30Eine Darstellung auf der Nordwand von Raum 1 im Grab des Debeheni aus der 4. Dynastie zeigt vier Ketten um den Hals tragende Tänzerinnen, die Hassan als Menit interpretiert111. Jedoch ist unklar, warum es sich in der Szene um Menitketten und nicht um einfachen Halsschmuck handeln sollte, auf eine primäre Verwendung als Musikinstrument weist in der Darstellung nichts hin. Ferner liegt keine Ähnlichkeit zwischen den Ketten und der späteren Menit-Form vor.

31Ein ggf. als Menit zu wertendes Kupferobjekt kam im Debris von Friedhof G 7000 in Giza zutage112, doch ist es aufgrund der Fundumstände nicht zeitgleich mit den dortigen Gräbern in die Zeit von Cheops in die 4. Dynastie zu datieren, sondern in griechisch-römische Zeit113.

  • 114 Staehelin, 1966, S. 125-126, Taf. 10, 13, Abb. 15, 19.
  • 115 Metropolitan Museum New York, Inv.-Nr. 26.3.343g; Oppenheim et al., 2015, S. 97, Text zu Kat.-Nr. (...)
  • 116 Lisht, 12. Dynastie; Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. E 14327; Oppenheim et al., 2015, S. 103, Kat.-N (...)
  • 117 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. ÄM 21838, ÄM 21849; Seyfried, 2012, S. 268 (...)
  • 118 Inv.-Nr. 1906:366, http://www.globalegyptianmuseum.org/record.aspx?id=2318, letzter Zugriff 13.7.2 (...)
  • 119 Metropolitan Museum of Art New York, Inv.-Nr. 05.4.1, zu zahlreichen weiteren aus dem Neuen Reich (...)
  • 120 Inv.-Nr. 11.215.450, https://www.metmuseum.org/art/collection/search/544509, letzter Zugriff 12.7. (...)
  • 121 TT 217; Davies, 1927, Taf. 24.
  • 122 Ägyptisches Museum Kairo, JE 31413.
  • 123 Rijksmuseum van Oudheden Leiden, Inv.-Nr. AST 2; Hickmann, 1961, S. 146, Abb. 119.

32Die frühesten sicheren Belege für das Menit stammen stattdessen mit der Darstellung der Nebchetnebti im Grab des Kagemni in Saqqara und der Szene im Teti-Tempel aus der 6. Dynastie114. Eine Darstellung aus der 11. Dynastie zeigt eine Frau115, eine aus der 12. Dynastie Hathor116 mit Menit. Aus der 18. Dynastie wurde in Haus O 47.11 in Amarna das Fragment eines Menits sowie in Q 46.5 eine Gussform dafür gefunden117. Ein Menit aus Holz aus der gleichen Zeit befindet sich heute im National Museum Irland118, ein weiteres in New York119, ebenso wie ein vollständiges aus der 18. Dynastie aus Malqata120. Aus der 19. Dynastie ist die Frau des Grabinhabers Ipuy mit einem Menit in der Hand vor Osiris und Hathor wiedergegeben121, die Statuette der Meritamun zeigt diese mit Menit122 wie auch die der Merit123. Insgesamt ist die Anzahl der Belege für das Menit weitaus seltener als die für Sistren. Die als Instrumente erhaltenen sind oftmals nicht vollständig, so dass nur noch der Griff bzw. Fragmente davon erhalten sind. Beginnend mit der 6. Dynastie nimmt die Anzahl der Belege bis zum Ende des Neuen Reiches stetig zu.

4. Idiophone, Membranophone und Klatschen

  • 124 Hickmann, 1961, S. 50.
  • 125 Köpp-Junk, 2018a, S. 35.

33Nach Betrachtung der Einzelinstrumente soll ein Blick auf das Zusammenspiel geworfen werden. Mitunter erscheinen in Ensembles Idiophone zusammen mit Klatschen, ebenso wie Membranophone. Die Kombination von Sistren und Klatschen ist selten und z.B. in einer Lehrsituation aus dem Mittleren Reich dargestellt124. Häufiger hingegen ist die von Klappern und Klatschen belegt, wie z.B. im Grab des Inti aus der 5. Dynastie125.

  • 126 Satzinger, 1994, S. 108, Abb. 74.
  • 127 PM IV, S. 249-250.

34Die Kombination von Sistren, Klappern und Klatschenden wie in der Szene aus dem Grab des Nunetjer aus der 4. Dynastie126 ist äußerst selten. Ungewöhnlich ist auch die Variante aus der 12. Dynastie im Grab des Senebi in Meir: Drei Musikerinnen spielen Sistrum und Menit gleichzeitig, zwei Männer betätigen zwei Doppelklappern in jeder Hand, während drei weitere Männer klatschen und einer Harfe spielt127.

  • 128 Sinuhe B 268-269.
  • 129 Siehe z.B. Lisht, 12. Dynastie; Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. E 14327; Oppenheim et al., 2015, S. (...)
  • 130 Siehe z.B. Meir, Grab B2; Emerit, 2013, Abb. 13.

35Das gleichzeitige Musizieren mit Menit und Sistrum ist häufig anzutreffen, doch obwohl beide Instrumente spätestens seit der 6. Dynastie belegt sind, existieren keine Belege für ein Zusammenspiel im Alten Reich oder in der 1. Zwischenzeit. Erst aus dem Mittleren Reich erwähnen Textbelege das Spielen beider Instrumente gleichzeitig128, ferner ist die Göttin Hathor129 wie auch nicht-göttliche Frauen mit Sistrum und Menit wiedergegeben130.

  • 131 Manniche, 1991, Abb. 31.
  • 132 TT 100; Köpp-Junk, 2018a, S. 286.
  • 133 TT 51, 19. Dynastie; Davies, 1927, Taf. 8.

36Bezüglich der Kombination von Membranophon und Klatschen ist z.B in der 18. Dynastie die Variante Fasstrommel und Klatschen belegt131. Im Grab des Rechmire erscheint eine rechteckige Rahmentrommel neben Klatschenden, Harfen und Lauten132, ebenso in dem des Userhat aus der 19. Dynastie133, doch ohne dass weitere Instrumente in der gleichen Szene wiedergegeben wären.

  • 134 TT 22, 18. Dynastie; Fischer, 2011, Abb. 52; PM I, 37-38 (4).
  • 135 Baldacci, 1987, S. 264.
  • 136 Sachs, 1921, Abb. 35a.
  • 137 Stadler, 2011, Abb. 33.
  • 138 Murnane, 1980, S. 33, Abb. 22.

37Mitunter werden Idiophone und Membranophone zusammen gespielt. Eine Szene im Grab des Wah in Theben weist eine Frau mit einer rechteckigen Rahmentrommel, eine mit Klappern sowie eine klatschende und eine tanzende auf134. Im Opetfest erscheinen runde Rahmentrommeln zusammen mit Klappern und Sistren135 bzw. Akrobaten neben drei Frauen mit Sistrum und Menit in jeder Hand136, sowie mindestens vier Klapperspieler und eine Person mit Fasstrommel137. Der Festzug von Ramses III. auf dem Weg zum Min-Fest in Medinet Habu beinhaltet Sistrumspiel, Fasstrommel, Trompete, Flöte sowie Klatschende138.

  • 139 Ägyptisches Museum Kairo, JE 4872; Hickmann, 1961, S. 56, Abb. 32.
  • 140 Meyers, 1993, S. 63, Abb. 3-5

38Aus dem Grab von Juja und Tuja stammt die Wiedergabe von zwei Bes-Figuren mit runder Rahmentrommel nebst einer weiteren mit Klappern. Ein Relieffragment aus einem Grab der 19. Dynastie zeigt 8 Frauen mit runden Rahmentrommeln und zwei mit je zwei Klappernpaaren139. Auf einer ramessidischen Stele aus Abydos erscheinen neben einer Leier fünf runde Rahmentrommeln sowie eine Frau mit Klappern bzw. Sistrum140, doch ist eine eindeutige Identifizierung des letzteren Instrumentes aufgrund der mangelnden Qualität der Szene nicht möglich.

5. Fazit

39Bei folgenden Schlussfolgerungen ist zu beachten, dass die Anzahl der Belege nicht notwendigerweise die Nutzungsfrequenz widerspiegelt. So können Änderungen im Bestattungswesen bzw. den religiösen Vorstellungen dafür verantwortlich sein, dass bestimmte Szenen Teil des Repertoires werden, die es früher nicht waren, oder umgekehrt. Ähnliches gilt für Darstellungen aus Tempeln, sind doch solche des Alten und Mittleren Reiches nur selten überliefert bzw. deren Wände mitunter unverziert. Ferner ist festzuhalten, dass die Musikszenen nicht notwendigerweise die Realität wiedergeben. Wenn also kein Rasselspiel dargestellt wird, impliziert dies nicht, dass nicht mit Rasseln musiziert wurde, sind sie doch archäologisch als Instrument durchaus belegt, nicht aber im Bildrepertoire. Ferner existieren insbesondere für die Membranophone nur wenige Belege, so dass eine statistisch belastbare Auswertung nicht möglich ist.

  • 141 Siehe oben, Statuette eines Trommelspielers, Oriental Institute Chicago, Inv.-Nr. E 10636; Smith, (...)
  • 142 Grab des Kaichenet und der Ifi in Hemamieh; Mackay et al., 1929, Taf. 21.

40Wie oben ausgeführt, konnten die in älterer Literatur gegebenen Datierungen für die frühesten Idiophone und Membranophone unter Einbeziehung der Neufunde teilweise verifiziert, mitunter jedoch auch korrigiert werden. In Bezug auf die Membranophone ist festzuhalten: Zweifelsfrei als Gefäßtrommeln zu interpretierende Membranophone sind nicht überliefert, wenn es auch bei zwei Objekten aus der 5. Dynastie vermutet werden könnte141, doch könnte es sich auch um eine Art Daraboukah ohne Einschnürung handeln. Rahmentrommeln sind entgegen früherer Annahmen ebenfalls bereits in der 5. Dynastie vertreten, das Auftreten der Fasstrommel im Mittleren Reich wie das der rechteckigen Rahmentrommel in der 18. Dynastie konnte bestätigt werden. Die früheste Trommeldarstellung aus der 4. Dynastie innerhalb einer Bootsszene142 entzieht sich der Zuordnung zu einem konkreten Typ, vermutlich handelt es sich um eine Daraboukah.

  • 143 Hickmann, 1970, 160.
  • 144 Hickmann, 1970, 160.

41Bezüglich der Idiophone konnte trotz zahlreicher Neufunde das früheste Auftreten der Rassel ebenfalls bestätigt werden. Klappern sind im 4. Jt. v. Chr. in Szenen auf Gefäßen belegt, als Instrumente jedoch erst in der 1. Dynastie, nicht aber der Vorgeschichte (Badari)143. Sistren sind nicht in der Prädynastik, wie früher vermutet144, anzusetzen, die Anzahl der Belege nimmt erst in der 6. Dynastie signifikant zu, gleiches gilt für das Menit. Auffälligerweise stammen für beide sehr frühe sichere Belege aus der Regierungszeit von Teti.

42Damit konnten Datierungen älterer Publikationen bezüglich der frühesten Belege für verschiedene Instrumente wie Klapper, Sistrum, Menit, Gefäß- und runde Rahmentrommel korrigiert, andere wie im Fall von Rassel, Röhren- und rechteckiger Rahmentrommel bestätigt werden.

43Nach der Neubewertung der älteren Belege und Einbeziehung der neuen Funde ergibt sich Folgendes:

Frühestes Auftreten Instrument/musikalische Aktivität
Merimdekultur, 4600-4100 v. Chr.a Rassel
Naqada IIC-D, 3650-3300 v. Chr. Klapper
Dynastie 0, 3100-3000 v. Chr. Klatschen
4. Dynastie, 2620-2580 v. Chr. (Regierungszeit des Pharaos Cheops) Trommel, Daraboukah?
4.-6. Dynastie, 2620-2300 v. Chr.b Sistrum
5. Dynastie, 2455-2420 v. Chr. (Regierungszeit des Königs Niuserre) runde Rahmentrommel
6. Dynastie, 2318 bis 2300 v. Chr. (Regierungszeit des Pharaos Teti) Menit
Mittleres Reich, ca. 2137-1781 v. Chr. Röhrentrommel
18. Dynastie, um 1473 v. Chr. (Bestattung der Hatnefer) c rechteckige Rahmentrommel
18. Dynastie, ca. 1479-1458 v. Chr. (Regierungszeit der Königin Hatschepsut) Fasstrommel
a. Zu den Jahreszahlen dieser Tabelle, wenn nicht anders angegeben siehe Köpp-Junk, 2018a, 435.
b. Die letzte Jahreszahl entspricht dem Ende der Regierungszeit von Teti, siehe oben das mit seinem Namen versehene Sistrum.
c. Roehrig, 2002, S. 24.

Tab. 1. Chronologisches Auftreten der frühesten Belege für Klatschen, Idiophone und Membranophone

44Bei den ältesten Instrumenten Ägyptens handelt es sich um Idiophone in Form von Rasseln, die in das 5. Jt. v. Chr. datieren, die frühesten bildlich dargestellten Klappern in das 4. Jt. v. Chr. und die als Artefakte überlieferten um 3000 v. Chr, während Membranophone erst im 3. Jt. v. Chr. erscheinen. Keines der neu aufkommenden Instrumente löste ein bereits vorhandenes ab, sondern sie existieren nach dem ersten Auftreten nebeneinander. Insgesamt ist die Anzahl der Belege für Idiophone weitaus größer als die für Membranophone und beide Instrumentengruppen sind häufiger mit Klatschen zu beobachten als ohne.

  • 148 Siehe oben, British Museum London, Inv.-Nr. EA 35502, Naqada IIC-D; Köpp-Junk 208a, S. 54-55, 83, (...)
  • 149 Winlock, 1921, Taf. 7, siehe auch Taf. 8, wo ein weiteres Sistrum in einer Prozession erscheint.

45Hinsichtlich des Zusammenspiels in Ensembles ist bezüglich der Idiophone festzustellen, dass mehrere Klappern gleichzeitig im 4. Jt. v. Chr.148 auftreten und mehrere Sistren im Neuen Reich dokumentiert sind149, Menit und Rassel aber nie als einziges Perkussioninstrument mit mehrere Exemplaren in einem Ensemble erscheinen. Bemerkenswert ist ferner, dass Rassel, Menit oder Sistrum bis zum Ende des Neuen Reiches nicht als einziges Idiophon neben Aerophonen bzw. Chordophonen belegt sind.

 

46Was das gleichzeige Spielen verschiedener Idiophone innerhalb eines Ensembles anbetrifft, so war festzustellen, dass auch wenn Klappern und Sistren archäologisch mitunter wie im Grab Tutanachamuns in einem Fundkontext belegt sind, ihr Zusammenspiel doch nicht häufig dargestellt wird. Das gleichzeitige Vorhandensein von Instrumenten impliziert also nicht, dass sie gemeinsam innerhalb eines Ensembles vertreten sind. Menit und Sistrum sind oftmals miteinander dargestellt, aber erst seit dem Mittleren Reich, obwohl beide seit der 6. Dynastie belegt sind. Ferner wurde das Menit den Abbildungen zufolge mit keinem anderen Instrument kombiniert.

47Keine Darstellung zeigt das Musizieren mit Rasseln, während die anderen Idiophone sehr wohl im Bildrepertoire vertreten sind, was in Anbetracht der Tatsache, dass es das älteste Instrument in Ägypten ist, äußerst signifikant ist. Gemäß der Bildquellen erfolgte also kein Zusammenspiel von Klapper und Rassel in prädynastischer Zeit bzw. Frühzeit, obwohl es in dieser Zeitstufe neben einem singulären Beleg für eine Flöte die einzigen Instrumente waren.

48Klappern als alleiniges Instrument sind eher selten belegt, sie erscheinen mitunter in Verbindung mit Tanz. Möglicherweise ist dies so zu erklären, dass das Klatschen allein für die Tanzenden zu leise war, um den Rhythmus vorzugeben, und hätte überhört werden können.

49In Bezug auf die Kombinationen von Idiophonen und Klatschen war feststellbar, dass Klappern und Klatschen seit der 5. Dynastie, Sistren und Klatschen seit dem Mittleren Reich belegt sind, Menit und Klatschen ohne weitere Instrumente jedoch nie.

50Hinsichtlich des Zusammenspiels von Membranophonen und Idiophonen war auffällig, dass, obwohl Membranophone bereits in der 4. Dynastie belegt sind und damit lange Zeit parallel mit den Idiophonen existieren, die Kombination beider erst im Neuen Reich mit einer leichten Präferenz für Klapper und runde Rahmentrommel dokumentiert ist.

  • 150 Köpp-Junk, 2015, S. 48.

51Bemerkenswert ist, dass in den Szenen, die Musik als Unterhaltung bei Banketten zeigen, weder Idiophone noch Membranophone erscheinen, sondern lediglich Klatschen als rhythmische Unterstützung. Ein Grund dafür könnte sein, dass Musik in diesen Zusammenhängen lediglich schmückendes Beiwerk, nicht jedoch wie heute der Hauptevent war150 und Perkussionsinstrumente möglicherweise im Bankett während des Speisens und Parlierens als zu laut empfunden wurden.

  • 151 Mackay et al., 1929, Taf. 21, siehe oben.

52Hinzuzufügen ist, dass Rahmen-, Röhren- und Fasstrommel nicht im Sitzen gespielt werden, sondern gehend bzw. tanzend, allein eine Darstellung aus dem Alten Reich zeigt ein im Sitzen gespieltes Membranophon151. Klapper, Sistrum und Menit werden ebenfalls bevorzugt im Stehen gespielt, wohingegen Klatschen sowohl bei stehenden als auch bei sitzenden Personen zu beobachten ist.

  • 152 Ausführlich dazu siehe Köpp-Junk, Göttliche Klänge.
  • 153 Shehata, 2014, S. 121.

53Ferner sei angemerkt, dass es sich bei den Instrumenten, die mal als wirksam erachtete, um mit den Göttern in Kontakt zu treten, um Idiophone (Sistrum, Klapper, seltener Menit) handelt152. Dieser Umstand ist ebenfalls in Mesopotamien belegt, doch treten dort zu den Idiophonen Membranophone hinzu153. Es werden keine Melodie-, sondern Perkussionsinstrumente dafür eingesetzt.

  • 154 Siehe dazu Kpp-Junk, 2018a, 398, 426, Anm. 2429.

54Einige Aspekte waren aufgrund des vorliegenden Rahmens nicht in extenso zu eruieren und seien als Forschungsperspektive aufgezeigt, wie z.B. warum Rasseln zwar als Instrumente belegt sind, sich aber nicht im Bildrepertoire widerspiegeln. Ferner bleibt zu untersuchen, warum der König mit Sistrum dargestellt ist, nicht aber mit Menit, Rassel, Klapper oder einem Membranophon in der Hand. Offenbar hatten diese letzteren Instrumente eine Konnotation, die nicht mit dem Decorum154, i.e. dem, was für den König als geziemend angesehen wurde, zu vereinbaren waren.

Abkürzungen

PM: Porter, B., Moss, R. L. B.: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs and Paintings I-VIII, Oxford 1927-2007

TLA: Thesaurus Linguae Aegyptiae

TT: Theban tomb

Wb: Erman, A., Grapow, H. (Hrsg.): Wörterbuch der ägyptischen Sprache 1-6. Berlin, Leipzig 1957

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Notes

1 Aufgrund der Diversität der Quellen ist ihre Aussagekraft sehr unterschiedlich. Bedingt durch die vorgegebene Kürze dieser Untersuchung ist eine ausführliche Quellenkritik zu jedem Beleg an dieser Stelle leider nicht möglich. Ferner ist aufgrund des vorliegenden Rahmens nicht möglich, jeden Einzelbeleg anzuführen, siehe diese ausführlich in Köpp-Junk 2018a.

2 Rassel aus Merimde, Ägyptisches Museum Kairo, CG 69721; Köpp-Junk, 2018a, S. 106-107, Abb. 51 und passim, eine Übersicht über die ältesten Instrumente Ägyptens siehe ebenda.

3 Aus quellenkritischer Sicht sei bemerkt, dass es sich bei den Wiedergaben von Musikszenen in Gräbern nicht um Reflexionen tatsächlich stattgefundener Musikereignisse handeln muss, ist doch z.B. ein einschränkender Faktor der vorhandene Platz. Die Szenen spiegeln ggf. die Wunschvorstellung der Grabinhaber wider, für deren Realisierung ihm im Diesseits die finanziellen Mittel fehlten.

4 Der älteste Beleg für Gesang ist bereits in der 1. Dynastie um 2850 v. Chr. zu verorten (Stele des Merka, Saqqara, Mastaba 3505; Emery, 1958, S. 31, Taf. 23a-b, 39).

5 Siehe z.B. eine Textstelle über Nofretete (Davies, 1908, S. 28 f., Taf. 25). Pars pro toto für zahlreiche Texte auf den Tempelwänden griechisch-römischer Zeit wie im Edfu-Tempel siehe Kurth, 2004, S. 314 (174, 5-6, 9-10, 11-12), S. 581 (305, 10-13); Kurth, 1998, S. 45, Z. 11-14.

6 Siehe diese bei Köpp-Junk, 2018a.

7 Siehe z.B. bei Hickmann, 1970, S. 160 den Hinweis „Urbestand“. Ferner geht er für die Vorgeschichte von einer Vielzahl von Instrumenten aus (ebenda) doch sind lediglich Rasseln, Klappern und Langflöten eindeutig anhand von Fundobjekten nachzuweisen (Köpp-Junk, 2018a, passim).

8 Siehe z.B. Arroyo, 2003, weshalb in dieser Untersuchung im Weiteren nicht auf ihn eingegangen wird. Zur Einschätzung der Publikation siehe die Rezension von von Lieven, 2005, S. 209-212.

9 Ausführlich siehe Köpp-Junk, 2018a, passim.

10 Eine ausführliche Auflistung der frühesten Membranophone in Ägypten siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 160-185.

11 Hickmann, 1970, S. 160.

12 Hickmann, 1964, S. 173.

13 Hickmann, 1949, Taf 73-74.

14 Heluan, Inv.-Nr. 701 H 3; Hickmann, 1956b, S. 77, Taf. 4, 1; ders., 1970, S. 160.

15 Zu einer vermeintlichen Kesseltrommel aus der 18. Dynastie siehe Sachs, 1921, S. 40.

16 Hickmann, 1956a, S. 155.

17 Grab von Kaichenet und Ifi in Hemamieh; Mackay et al., 1929, Taf. 21.

18 Oriental Institute Chicago, Inv.-Nr. E 10636; Smith, 1978, Taf. 27.

19 Hickmann, 1956b, S. 78.

20 Ausführlich siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 163-166.

21 Bietak, 1985, S. 3-18, Abb. 4, Taf. 3.

22 Bietak, 1985, S. 10.

23 TT 49, 18. Dynastie; Hickmann, 1952, S. 230; Manniche, 1975, S. 9-10.

24 Hickmann, 1961, S. 38.

25 Sakkara, 5. Dynastie (Neferirkare bis Niuserre); Fischer, 2002, S. 36, Abb. 5; Épron et al., 1966, Taf. 174.

26 Von Bissing et al., 1928, Taf. 3, Nr. 118.

27 Inv.-Nr. EA20865, 18. Dynastie, Anderson, 1976, S. 3, Abb. 2.

28 TT 217; Davies, 1927, Taf. 31, 37-38.

29 Ashmolean Museum Oxford, Inv.-Nr. 1890.543; Manniche, 1991, Abb. 12. Zwei weitere aus jüngerer Zeit sind heute im Ägyptischen Museum Kairo (CG 69351, CG 69352).

30 Hickmann, 1970, S. 160.

31 Malerei im Grab des Wah, TT 22, 18. Dynastie; Fischer, 2011, Abb. 52; PM I, S. 37-38, siehe auch TT 100 und 241; Manniche, 1975, S. 5.

32 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. 17337, 18. Dynastie; Schorsch, 2015, S. 576, siehe dort weitere Belege für rechteckige Rahmentrommeln.

33 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69355; Hickmann, 1949, Taf. 79.

34 Schorsch geht davon aus, dass einige Modelle bzw. Amulette als Wiedergaben rechteckiger Rahmentrommeln zu deuten sind (Schorsch, 2015, Abb. 1-5 (Metropolitan Museum of Art, New York, Inv.-Nr. 17.194.2399; Pushkin Museum Moskau, Inv.-Nr. 4843), 11 (Petrie Museum London, UC52889, 3. Zwischenzeit bzw. Spätzeit), 12 (Ägyptisches Museum Kairo, JE 46434)). Zu einer Darstellung aus ramessidischer Zeit siehe ebenda, S. 576, Anm. 31. Bei der von ihr angeführten Bes-Statuette mit rechteckiger Rahmentrommel (ebenda, S. 576, Anm. 27) handelt es sich stattdessen um eine Laute (siehe die Abbildung bei Erman, 1905, S. 78, Abb. 65).

35 Manniche, 1975, S. 6 subsumiert beides unter barrel shaped drum.

36 Hickmann, 1964, S. 173.

37 Oriental Institute Chicago, Inv.-Nr. E 10636; Smith, 1978, Taf. 27.

38 Hickmann, 1956b, S.78.

39 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69354 (Palmenholz, Leder); Garstang, 1907, S. 121, 155, Abb. 155; Hickmann, 1964, S. 174, Abb. 1, ohne genauere Datierung als „Mittleres Reich“; zur Schnürung der Membran an den Korpus siehe ebenda, Abb. 7. Zu zwei Röhrentrommeln im Ägyptischen Museum Kairo (CG 69350, 18. Dynastie; CG 69353, 3.-4. Jh. n. Chr.) siehe Hickmann, 1949, S. 107-108, Taf. 71-74.

40 Stele des Em-Hab, Elkab; Ägyptisches Museum Kairo, JE 49566; Morenz, 2005, S. 169-180, Abb. 1. Erman und Grapow übersetzen es mit „Art Pauke“ (Wb V, S. 40, Beleg Nr. 5 (19. Dynastie; Spiegelberg, 1914, S. 110 = Hymnus an Mut, verso, Z. 6, dort übersetzt mit Zimbel)). Im TLA erscheint lediglich eine Belegstelle für das Lemma qmqm (Lemma-Nummer 160850), dort ebenfalls mit „eine Pauke“ übersetzt, während Ziegler „tambour en barillet“ (Ziegler, 1979, S. 71-72) und Hickmann „Röhren-(Zylinder-oder Fass-)trommel“ (Hickmann, 1964, S. 180) wählt.

41 Fasstrommeln spielende Nubier im Tempel von Armant (Emerit, 2013, Abb. 10), zu weiteren wie dem Soldaten aus dem Grab des Tjanuni mit einer Trommel auf dem Rücken (TT 74) siehe Köpp-Junk, 2018a, 160-184.

42 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69350, 18. Dynastie, Regierungszeit Thutmosis III.; Manniche, 1975, 5; Hickmann, 1949, S. 107-108, Taf 73-74; Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. N 1442, nach dem 4. Jh. v. Chr.

43 Darstellung im Tempel der Hatschepsut in Deir e-Bahari (Naville, 1908, Taf. 155).

44 Als vermeintliche Trommelschlägel angesprochene Objekte (Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. N 1478a, N 1477; Ziegler, 1979, S. 24-25, 28-29, Obj.-Nr. 6, 13,) sind als Klappern zu identifizieren. Zur Analyse des ägyptischen Wortes rwtj siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 175-178.

45 Ausführliche Auflistung aller Belege bis zum Ende der 4. Dynastie siehe Köpp-Junk, 2018a, 26-160.

46 Allein in einer Szene identifiziert Hickmann Instrumente, die von einer Frau in einer Szene aus der 18. Dynastie gespielt werden, als Zimbeln (Hickmann, 1956a, S. 21, Abb. 7), doch ähneln diese den späteren als Instrument überlieferten nicht.

47 Museum of Fine Art Boston, Inv.-Nr. 11.3074, https://collections.mfa.org/objects/139918/bell?ctx=516975a7-4be5-4931-a68e-5831d25f3ba2&idx=15, Inv.-Nr. 03.1666, https://collections.mfa.org/objects/130475/bell-with-the-face-of-the-god-bes?ctx=516975a7-4be5-4931-a68e-5831d25f3ba2&idx=22, letzter Zugriff 13.7.2019.

48 Ausführlich siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 154-158.

49 Hickmann, 1970, S. 160.

50 Ashmolean Museum Oxford, Inv.-Nr. E 3632; Quibell, Hierakonpolis I, Taf. 26c. Ausführlich zu Klatschen und Körperschlag Köpp-Junk, 2018a, S. 268-286, zu einer Szene aus dem Neuen Reich siehe Simini, 2012, S. 56-60, Abb. 4.

51 Hickmann sieht sie auch unter den frühesten Ägyptens (Hickmann, 1970, S. 160), allerdings handelt es sich bei den vermeintlichen Belegen lediglich um durchbohrte Muscheln, so dass unklar ist, ob sie als Modeassessoire dienten oder aber als Instrument. Ausführlich dazu siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 148-152.

52 Hickmann, 1961, S. 104, Abb. 69.

53 Datierung nach Pommerening et al., 2010, S. 23; Eiwanger, 1992, S. 65.

54 Ausführlich zu allen 61 Belegen siehe Köpp-Junk 2018a, S. 101-136.

55 Die für das Alte Reich von Arroyo propagierten Rasseln (Arroyo, 2003, S. 221-222) sind nicht zu datieren (siehe die Auflistung bei Hickmann, 1949, S. 70-72; Hickmann, 1954, 117) und daher nicht schlüssig dieser Zeit zuzuordnen.

56 Siehe z.B. Brooklyn Museum, Inv.-Nr. 59.186, https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/objects/3675, letzter Zugriff 7.6.2019. Zu weiteren Belegen aus dem Mittleren Reich siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 134-135.

57 Sammlung des Ägyptologischen Institutes der Universität Heidelberg, Inv.-Nr. 1935; Feucht, 1986, S. 191, Nr. 544.

58 Sachs hinterfragt, ob diese tatsächlich als Instrumente nutzbar waren (Sachs, 1921, S. 17).

59 Ägyptisches Museum Kairo, CG 69206, CG 69457, 69250; Hickmann, 1961, S. 102, Abb. 63-64.

60 Hickmann, 1958, Sp. 980; Brunton et al., 1928, S. 14-15, 32, Taf. 23, 25.

61 Hickmann, 1958, Sp. 980. Zu Wurfhölzern als Klappern siehe auch Hickmann, 1956a, S. 143-144, Abb. 18.

62 Maadi, Inv.-Nr. 8202; Rizkana et al., 1989, S. 25, 31, Nr. 12, Taf. 5, 12.

63 Köpp-Junk, 2018a, S. 68.

64 Eine ausführliche Auflistung aller Belege bis zum Ende der 4. Dynastie (ca. 40 als Instrument, über 50 in Darstellungen) siehe Köpp-Junk, 2018a, S. 28-100.

65 Drei Klappern aus Helwan (Ägyptisches Museum Kairo CG CG 69460a-b, 69461) werden in die Frühzeit bzw. den Anfang des Alten Reiches datiert (Hickmann, 1949, S. 28).

66 Mackay et al., 1929, S. 31-33, Taf. 16, 24:

67 Hassan, 1932, S. 89, Taf. 45; Hassan, 1936, Taf. 28.

68 Grab Nr. 10,008; British Museum London, Inv.-Nr. EA 63114; Anderson, 1976, S. 10, Abb. 13.

69 Friedhof Y, Grab Nr. 318, 6.-7. Dynastie; Petrie Museum London, Inv.-Nr. UC 30349.

70 Aus Mirgissa; Institut de Papyrologie et d'Égyptologie de Lille, Inv.-Nr. E 25 652, Cabrol, 1994, S. 114, Nr. 200.

71 Museo Arqueológico Nacional Madrid, Inv.-Nr. 16305, http://www.globalegyptianmuseum.org/record.aspx?id=7679; Metropolitan Museum of Fine Arts Boston, Inv.-Nr. 2012.73.1-2, https://collections.mfa.org/objects/558431/pair-of-clappers?ctx=fa31bfae-1127-4f55-9769-ed2b781baf3c&idx=14, Inv.-Nr. 2017.75.1, https://collections.mfa.org/objects/645723/clapper-one-of-a-pair?ctx=fa31bfae-1127-4f55-9769-ed2b781baf3c&idx=16, letzter Zugriff 13.7.2019; Morris 2017.

72 British Museum London, Inv.-Nr. EA 30866; Anderson, 1976, S. 17, Abb. 24.

73 Ägyptisches Museum Kairo, JE 62064a, b; Reeves, 1990, S. 164-165. Zu allen Instrumenten siehe Manniche, 1976, passim.

74 Museum of Fine Arts Boston, Inv.-Nr. 24.1986a-c, https://collections.mfa.org/objects/402555/clappers-in-the-shape-of-hands?ctx=a9ac897a-8646-4ca5-8717-198476a6d796&idx=10, letzter Zugriff 13.7.2019.

75 Inv.-Nr. 49.58.1-2, siehe https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/objects/3538, letzter Zugriff 12. 7.2019.

76 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. 10725; Sachs, 1921, Taf. 1.

77 Köpp-Junk, 2018a, S. 97-99.

78 Im Brooklyn Museum befinden sich heute mindestens 15 Sistren, https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/search?keyword=sistrum&type=objects&limit=12&offset=36, letzter Zugriff 12.7.2019.

79 St. Clair, 2005, S. 81.

80 Köpp-Junk, 2018a, S. 139-141, Abb. 69.

81 Brooklyn Museum, Inv.-Nr. 16.143; Sachs, 1921, Taf. 4, 51.

82 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. 6940; Sachs, 1921, S. 35, Taf. 4, 56. Mitunter wird das Rascheln des Sistrums mit dem des Papyrus in Verbindung gebracht, siehe z.B. Hickmann, 1961, S. 48.

83 Grundsätzlich sin auch diese und ähnliche Szenen religiös aufgeladen, siehe dazu Köpp-Junk 2018a, S. 400-402.

84 Köpp-Junk, Göttliche Klänge.

85 Sinuhe, B 68, B 268-269.

86 Papyrus Westcar 10, 3-5.

87 Lehre des Amenemope III, 6; Lichheim, 2006, S. 149.

88 Coffin Texts (CT) Spruch 334 und 746; Rossiter, 1984, S. 13, 22, 27, 28, 36, 38-39, 41, 61, 62, 70, 94, 99, 109 und passim.

89 Hickmann, 1956a, S. 154; ders., 1970, S. 160.

90 Hickmann, 1956a, S. 19-21, 154; Saura-Ziegelmeyer, 2013, S. 391; Saura-Ziegelmeyer, 2015, S. 218.

91 Elwart, 2011, S. 40, in Bezug auf das Naossistrum.

92 Sachs, 1929, S. 148.

93 Sachs, 1920, S. 3.

94 Kunsthistorisches Museum Wien, Inv.-Nr. AS 8028; Satzinger, 1994, S. 108, Abb. 74.

95 Arnold, 1999, S. 303; PM III, 217; Schuol, 2004, S. 80, Taf. 21, Abb. 57.1; The Giza Archives, http://www.gizapyramids.org/view/sites/asitem/search@/0?t:state:flow=9872093a-fe93-4c2b-b47c-81280e1dac0b, letzter Zugriff 8.3.2019.

96 Elephantine, Inv.-Nr. 1287; Dreyer, 1986, S. 65, 103-104, Abb. 26, er geht von der 4.-6. Dynastie aus (ebenda, S. 65), Kopp von der 6. Dynastie (Kopp, 2008, S. 413-415, Abb. 1).

97 Metropolitan Museum of Art New York, Inv.-Nr. 26.7.1450; Hayes, 1953, S. 125, Abb. 76. Zu einem aus Silber siehe Sachs, 1921, S. 29-30.

98 British Museum London, Inv.-Nr. EA 47542, http://www.britishmuseum.org/research/collection_online/collection_object_details.aspx?objectId=159002&partId=1&searchText=sistrum+egypt&page=1, letzter Zugriff 3.6.2019.

99 Metropolitan Museum of Art New York, Inv.-Nr. 98.4.6; Hayes, 1953, S. 106-107, http://www.metmuseum.org/art/collection/search/552234, letzter Zugriff 2.6.2019.

100 Ausführlich Köpp-Junk, 2018a, S. 136-147.

101 Petrie Museum London, Inv.-Nr. UC35807, http://digital2.library.ucla.edu/viewItem.do?ark=21198/zz001nfbgg, letzter Zugriff 4.6.2019.

102 TT 51; Davies, 1927, Taf. 5.

103 Brooklyn Museum, Inv.-Nr. 60.197.6, https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/objects/3699; Inv.-Nr. 35.2000, https://www.brooklynmuseum.org/opencollection/objects/3376, letzter Zugriff 12.7.2019. Zu einer weiteren Szene siehe Wilkinson, 2000, S. 82.

104 Manniche, 2010, Abb. 3-5.

105 O’Connor, 2008, S. 501-502, 504.

106 Murnane 1980, S. 62.

107 Das Menit wird z.B. in der Totenliteratur genannt, siehe Rossiter, 1984, S. 27, 62, 94 und passim, wie auch im Literaturwerk „Die Geschichte des Sinuhe“ (Sinuhe B 268-269).

108 Hassan, 1943, S. 170, 172, Abb. 119.

109 Staehelin, 1982, S. 52. Zur Frage, ob das Menit als Musikinstrument zu werten ist, siehe Hickmann, 1961, S. 46.

110 Sachs, 1921, S. 38.

111 Hassan, 1943, S. 170, 172, Abb. 119.

112 G 7000 SE 17; Museum of Fine Art Boston, Inv.-Nr. 28.1386, https://collections.mfa.org/objects/412045/menat-fragments?ctx=04f5d3f4-5462-4e31-9a55-46d41025a11c&idx=145, letzter Zugriff 13.7.2019.

113 Zur Datierung siehe Photo ID number: B6547_NS, www.gizapyramids.org/media/view/Sites/1498/96739?t:state:flow=c18682e3-1329-4d0f-a8b1-845c091afc8b, letzter Zugriff 13.7.2019.

114 Staehelin, 1966, S. 125-126, Taf. 10, 13, Abb. 15, 19.

115 Metropolitan Museum New York, Inv.-Nr. 26.3.343g; Oppenheim et al., 2015, S. 97, Text zu Kat.-Nr. 35.

116 Lisht, 12. Dynastie; Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. E 14327; Oppenheim et al., 2015, S. 103, Kat.-Nr. 44.

117 Ägyptisches Museum und Papyrussammlung Berlin, Inv.-Nr. ÄM 21838, ÄM 21849; Seyfried, 2012, S. 268, Kat.-Nr. 46.

118 Inv.-Nr. 1906:366, http://www.globalegyptianmuseum.org/record.aspx?id=2318, letzter Zugriff 13.7.2019.

119 Metropolitan Museum of Art New York, Inv.-Nr. 05.4.1, zu zahlreichen weiteren aus dem Neuen Reich siehe https://www.metmuseum.org/art/collection/search/#!?q=menat&perPage=20&searchField=All&sortBy=Relevance&offset=0&pageSize=0, letzter Zugriff 24.7.2019.

120 Inv.-Nr. 11.215.450, https://www.metmuseum.org/art/collection/search/544509, letzter Zugriff 12.7.2019, zu einem weiteren aus der gleichen Zeit im Liverpool Museum, Inv.-Nr. 1987.408, siehe Bienkowski et. al., 1995., S. 62, Taf. 96.

121 TT 217; Davies, 1927, Taf. 24.

122 Ägyptisches Museum Kairo, JE 31413.

123 Rijksmuseum van Oudheden Leiden, Inv.-Nr. AST 2; Hickmann, 1961, S. 146, Abb. 119.

124 Hickmann, 1961, S. 50.

125 Köpp-Junk, 2018a, S. 35.

126 Satzinger, 1994, S. 108, Abb. 74.

127 PM IV, S. 249-250.

128 Sinuhe B 268-269.

129 Siehe z.B. Lisht, 12. Dynastie; Louvre Museum Paris, Inv.-Nr. E 14327; Oppenheim et al., 2015, S. 103, Kat.-Nr. 44.

130 Siehe z.B. Meir, Grab B2; Emerit, 2013, Abb. 13.

131 Manniche, 1991, Abb. 31.

132 TT 100; Köpp-Junk, 2018a, S. 286.

133 TT 51, 19. Dynastie; Davies, 1927, Taf. 8.

134 TT 22, 18. Dynastie; Fischer, 2011, Abb. 52; PM I, 37-38 (4).

135 Baldacci, 1987, S. 264.

136 Sachs, 1921, Abb. 35a.

137 Stadler, 2011, Abb. 33.

138 Murnane, 1980, S. 33, Abb. 22.

139 Ägyptisches Museum Kairo, JE 4872; Hickmann, 1961, S. 56, Abb. 32.

140 Meyers, 1993, S. 63, Abb. 3-5

141 Siehe oben, Statuette eines Trommelspielers, Oriental Institute Chicago, Inv.-Nr. E 10636; Smith, 1978, Taf. 27; Wiedergabe einer Person im Grab des Ti mit runder Rahmentrommel auf der Schulter und der fraglichen vor der Brust, Hickmann, 1964, S. 173

142 Grab des Kaichenet und der Ifi in Hemamieh; Mackay et al., 1929, Taf. 21.

143 Hickmann, 1970, 160.

144 Hickmann, 1970, 160.

148 Siehe oben, British Museum London, Inv.-Nr. EA 35502, Naqada IIC-D; Köpp-Junk 208a, S. 54-55, 83, Abb 26.

149 Winlock, 1921, Taf. 7, siehe auch Taf. 8, wo ein weiteres Sistrum in einer Prozession erscheint.

150 Köpp-Junk, 2015, S. 48.

151 Mackay et al., 1929, Taf. 21, siehe oben.

152 Ausführlich dazu siehe Köpp-Junk, Göttliche Klänge.

153 Shehata, 2014, S. 121.

154 Siehe dazu Kpp-Junk, 2018a, 398, 426, Anm. 2429.

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Pour citer cet article

Référence papier

Heidi Köpp-Junk, « Rasseln für die Ewigkeit: Die ältesten Perkussionsinstrumente im pharaonischen Ägypten »Pallas, 115 | 2021, 171-190.

Référence électronique

Heidi Köpp-Junk, « Rasseln für die Ewigkeit: Die ältesten Perkussionsinstrumente im pharaonischen Ägypten »Pallas [En ligne], 115 | 2021, mis en ligne le 11 juillet 2022, consulté le 20 mai 2024. URL : http://0-journals-openedition-org.catalogue.libraries.london.ac.uk/pallas/20125 ; DOI : https://0-doi-org.catalogue.libraries.london.ac.uk/10.4000/pallas.20125

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Auteur

Heidi Köpp-Junk

British Museum, Department of Egypt and Sudan

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Le texte seul est utilisable sous licence CC BY-NC-ND 4.0. Les autres éléments (illustrations, fichiers annexes importés) sont « Tous droits réservés », sauf mention contraire.

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